Schlaue Sprüche
(nicht von mir, vielleicht deshalb so gut
:-) ... )
aus "Gedanken
über das Reisen",
herausgegeben von Rotel Tours, Tittling
Niemals habe ich
soviel gedacht, niemals so richtig gelebt, nie bin ich so ich selbst gewesen wie auf
Reisen. Wenn ich am gleichen Fleck bleibe, kann ich nicht denken. Es ist notwendig, dass
mein Körper sich bewegt, um meinen Geist zu bewegen. Der Blick auf die Landschaft, der
Reigen lieblicher Aussichten, die freie Luft, die Abschüttelung all dessen, was mich in
Abhängigkeit hält, weitet meine Seele und macht mich kühn im Denken.
Jean Jacques Rousseau (1712 - 1778)
Weshalb zogst du
so fernen Weges,
quertest mühsam zu querende Ströme,
gern wüßt ich, worum es dir geht?
Ich bin auf der Suche nach dem Paradies.
Aus dem Gilgamesch-Epos
Man sollte sich
auf die richtigen Beweggründe des Reisens besinnen, sich selber vergessen und im
Namenlosen untertauchen. In der Heimat genießt man ein bestimmtes bürgerliches Ansehen,
man ist gebunden durch Vorschriften, Gewohnheiten und Pflichten, und so ist es der
eigentliche Vorwand des Reisens, in eine Lebensgemeinschaft einzutreten, in der man ein
x-beliebiger Mensch ist und nichts weiter.
Kung-Fu-Tse (551 v.Chr.)
Erst such dir
einen Gefährten,
dann erst begib dich auf die Reise!
Steigst du nicht auf die Berge,
so siehst du auch nicht in die Ferne.
Fernöstliche Sprichwörter
Wer sein Haus
verläßt,
und nach Wissen sucht,
der wandert auf Gottes Pfaden,
und wer reist, um Wissen zu finden,
dem wird Gott das Paradies zeigen.
Aus dem Koran
Sterblicher!
Wenn du für dein Glück sorgen willst,
so ä#ndere oft deinen Aufenthalt,
denn die Süssigkeit des Lebens besteht im
Wechsel - stehendes Wasser
wird faul!
Orientalisches Sprichwort
Liebe alles, was
dich davonträgt,
zum Beispiel Kamele und Pferde.
In der Wüste kann man sich nur einmal verirren...
Sprichwörter der Beduinen
Als dem
Philosophen Sokrates berichtet wurde, dass einer seiner eifrigsten Schüler,
der aus einem sehr reichen Hause stammte,
von einer längeren Reise nur wenig erholt zurückgekehrt sei,
sagte Sokrates:
"Das wundert mich nicht -
der Mensch hat sich selber auf
seine Reise mitgenommen!"
Sokrates verlangte die Loslösung nicht nur vom Ort,
sondern auch von der eigenen Persönlichkeit für die Dauer einer Reise.
Sokrates (470 v.Chr.)
Es kommt mehr
darauf an, wie du kommst, als wohin du reisest;
deshalb sollten wir unser Herz nicht einem bestimmten Ort verschreiben.
Es gilt die Einsicht zum Lebensgrundsatz zu machen,
dass man nicht für einen einzelnen Winkel geboren ist,
sondern dass die ganze Welt unser Vaterland ist.
Seneca (1. Jh. n.Chr.)
Ich stelle mir
bisweilen vor, wenn ich durch die Straßen gehe,
ich sei ein Frmeder, und erst dann entdecke ich, wieviel zu sehen ist,
wo ich sonst achtlos vorübergehe.
Rabindranath Tagore (1861-1941)
Das Reisen
bildet sehr; es entwöhnt von allen Vorurteiulen des Volkes, des Glaubens, der Familie,
der Erziehung. Es gibt den humanen duldsamen Sinn, den allgemeinen Charakter. Wer dagegen
nichts sah, was ihn in der Sphäre, worin er lebt, umgibt, hält leicht alles für
notwendig und einzig in der Welt, weil es in seiner heimat dafür gilt.
Immanuel Kant (1724-1804)
Man reist nicht, um anzukommen, sondern um zu reisen.
Die beste
Bildung findet ein gescheiter Mensch auf Reisen!
Johann Wolfgang von Goethe (1746-1832)
Zum Reisen
gehört Geduld, Mut, guter Humor, Vergessenheit aller häuslichen Sorgen,
und dass man sich durch widrige Zufälle, Schwierigkeiten, böses Wetter,
schlechte Kost und dergleichen nicht niederschlagen lässt.
Adolf Freiherr v. Knigge (1752 - 1796)
Reisen ist
leben, wie Leben Reisen ist!
Das Leben ist wie ein Buch, und wer nicht reist, liest nur ein wenig davon!
Jean Paul (1763 - 1825)
Nichts ist dem
Interesse so zuwider, als Einförmigkeit, und nichts ist ihm so günstig, als Wechsel und
Neuheit. Daher macht das Reisen so vieles Vergnügen, weil mit den immer wechselnden
Standorten auch die Ansichten der Natur immer wechseln, und daher hat überhaupt das Leben
ein so hohes Interesse, weil es gleichsam eine große Reise ist und weil jeder Augenblick
etwas Neues herbeiführt, eine neue Ansicht zeigt oder eine neue Aussicht eröffnet.
Heinrich von Kleist (1777 - 1811)
Wem Gott will
rechte Gunst erweisen,
den schickt er in die weite Welt ...
Fort muss ich von hier und immer fort,
so weit der Himmel blau ist.
Freiherr von Eichendorff
Viel zu spät
begreifen viele die versäumten Lebensziele:
Freude, Schönheit der natur, Gesundheit, Reisen und Kultur,
Darum, Mensch, sei zeitig weise!
Höchste Zeit ist's! Reise, reise!
Wilhelm Busch (1832 - 1908)
Wer die
Abenteuerlichkeit des Reisens ins Blut bekommt, wird dieses Abenteuerlichkeit nicht wieder
los.
Die LKeidenscxhaft des Reisens ist das weiseste Laster, welches die Erde kennt.
Bruno H. Bürgel (1875 - 1948)
Reisen können,
ist eine der schwierigsten Künste. Eigentlich müßte man es im Hauptberuf betreiben.
Walter Nissen
Wer allzeit bei
dem Ofen sitzt, Grillen und die Hölzlein spitzt
und fremde Lande nicht beschaut,
der ist ein Aff in seiner Haut.
Altdeutscher Witz
Reisen veredelt
den Geist und räumt mit allen anderen Vorurteilen auf.
Oscar Wilde (1900 - 1956)
Reisen ist die
angenehmste, unpraktischste und kostspieligste Art des Belehrens -
weshalb es auch die Engländer zu ihrere Spezialität gemacht haben.
Fahr langsam, damit wir schneller nach Hause kommen.
Englische Sprichwörter
Oh, es ist ein
gar charmantes herrliches Ding ums Reisen ...
Reisen muß man, oder man kommt hinter nichts.
Voltaire (1694 - 1778)
Wer einmal
Reiseleiter war,
hat das Fegefeuer bereits hinter sich.
Emilio Tacchini
Einen besonderen
Rat will ich dir geben, für den du mir oft mit Jubel danken wirst.
Spare für Fernreisen! Wenn du auch noch so schmal gehalten wirst, so wirf dir,
wenn du willst, jeden Tag ein Scherflein ab,
ohne daß du deshalb darben musst.
Aus diesem kleinen täglichen Scherflein erwachsen die herrlichsten Tage und
Wochen.
Peter Rossegger (1843 - 1918)
Eine Reise ist
ein vortreffliches Heilmittel für verworrene Zustände.
Franz Grillparzer (1791 - 1872)
Jeder Mensch
brauch dann und wann ein bißchen Wüste!
Sven Hedin (1865 - 1952)
Reisen ist
tödlich für Vorurteile.
Mark Twain (1835 - 1910)